Lesung mit der Autorin Maren Schoening
13. Mai 2026
Jüdische Gemeinde - 18.00 Uhr
F 3, Mannheim
Hoch oben über der Donau liegt die prachtvolle Villa Neuschloss am Budapester Rosenhügel. Sie lädt ein, um in eine fast vergessene Zeit einzutauchen. Versteckt in Dokumenten, Überlieferungen, Tagebüchern und Publikationen finden sich Geschichten von gesellschaftlichen Aufstiegen, den Vorboten des Zweiten Weltkriegs, dem dramatischen 19. März 1944 sowie dem Schicksal des Hausherrn Lipót Aschner, den die braunen Machthaber ins KZ sperrten. Und von Adolf Eichmann, der nach Budapest kam, um Hunderttausende Jüdinnen und Juden ermorden zu lassen und über Monate die enteignete Villa Neuschloss bewohnte. Der Vorlauf zum 19. März 1944 zeigt, wie die von den Nationalsozialisten geschürten Ressentiments vermehrt das politische Handeln im Deutschen Reich und in Ungarn bestimmten, wie aus Politik Gesetze und Verordnungen wurden und wie diese zu Taten führten.
Lesende, die einen Überblick über Aspekte der deutsch-ungarischen Beziehungen in Wirtschaft, Kultur und Politik von 1920 bis 1945 erhalten möchten. Besonders hervorgehoben sind die Ereignisse, die zum Holocaust in Ungarn führten.
Kostenfrei, Möglichkeit zum Bucherwerb, Autorin ist anwesend
Eine Veranstaltung der DJG in Kooperation mit der GcjZ und der JGM.